Im Gegensatz zu den meisten Bahnhöfen dieser Welt, sucht man in Milano Centrale nicht vergeblich nach Espresso, der diesen Namen auch wirklich verdient. Hat man nur wenig Zeit, wird man direkt in der Mitte der oberen Bahnhofshalle in der Bar Centrale fündig. Dort werden mit Hilfe einer grasgrünen Gaggia-Maschine täglich schätzungsweise mehrere Hundert Tassen caffè ausgeschenkt – die Baristi verstehen definitiv ihr Handwerk. Hat man dagegen ein paar Minuten mehr an der Hand, sollte man ein paar Schritte aus dem Bahnhof hinaus gehen. An der Ecke Piazza Duca Daost und Via Itruvio bekommt man im Caffè Panzera (gegründet 1931) nebst einem einwandfreien Doppio auch Brioche mit einer herrlich luftigen Pistaziencrème serviert.
Wer nicht nur wegen Espresso in diese wunderbare Stadt reisen will, dem sei das kürzlich erschienene Milano-Special im Magazin der Süddeutschen Zeitung empfohlen.

