Das Verkaufsgeschäft der Confiserie Sprüngli am Zürcher Stadelhoferplatz ist nach einer dreimonatigen Umbauphase wieder geöffnet. Das zweitälteste Verkaufsgeschäft des Unternehmens auf dem Gebiet der Stadt Zürich wurde vom Architekturbüro Stefan Zwicky im gleichen Stil wie der Hauptsitz am Paradeplatz neu gestaltet und innen wie aussen dem neuen Erscheinungsbild angepasst. Für alle, die gerade in Zürich sind: In den ersten Tagen nach der Wiedereröffnung kommt man in den Genuss verschiedener Degustationen und kann an einem Wettbewerb teilnehmen.
Archive for September, 2010
Kau den Kakao
In Geschenke-Tipps am 29. September 2010
Beim Biss in diese knusprigen, zart mit Schokolade überzogenen Kakao-Bohnen entfaltet sich ein äusserst feines Aroma. Ausserdem kommt man in den Genuss der bekannten anregenden Eigenschaft des Kakaos. Dank der ansehnlichen Verpackung, ist es ein ideales Geschenk – nicht nur für Schokoladenliebhaber. Gesehen bei Manufactum.
Hauchdünnes Trinkvergnügen
In Table-Beauties am 28. September 2010
Die Becher aus dem Trinkservice No.267 «Alpha» von Lobmeyr liegen irrsinnig gut in der Hand. Es wurde 1952 von Hans Harald Rath entworfen. Als Inspiration diente ein mittelalterlicher Kupferbecher aus dem Museum für Angewandte Kunst in Wien, der seinerseits von der islamischen Formensprache beeinflusst ist. Das Material: Hauchzartes Musselinglas, mundgeblasen in Holzformen. Ein Schalensatz umfasst Cocktailbecher, Wasserbecher, Blumenbowl und Salatschüssel. Diese sind in sechs Farben (rosalin, hellblau, hellgrün, amethyst, citrin und hellgrau) erhältlich und ganz im Sinne der 50er Jahre stapelbar – daher der Zusatzname «nestig bowls».
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Fruchtig!
In Sweets am 27. September 2010
Diese Himbeer-Nuggets von «Nature Addicts» schmecken herrlich fruchtig. Kein Wunder, schliesslich hat man sich bei der Zusammensetzung auf das Wesentliche, also die Früchte konzentriert. Ganz verzichtet hat man dagegen auf Gelatine, Zuckerzusatz, Süssungsmittel, Konservierungsmittel, künstliche Farbstoffe und Aromen – braucht auch kein Mensch das Zeug. Auch erhältlich Gesehen bei LeShop.ch
Neu in Form
In Kitchen-Beauties am 26. September 2010
Warum muss es immer Kastenform, Napf, – oder Kranzform sein? Wie wäre es stattdessen mal mit Sturickow (Abbildungen) Bessy oder Collatz? Die Designer Sebastian Summa und Hrafnkell Birgisson haben eine Reihe nicht alltäglicher Backformen aus Aluminium entworfen, die aber durchaus das Zeug zum Klassiker haben. Bestell-Infos hier.
Miyake knöpft sich Evian vor
In Shopping am 25. September 2010
Paul Smith, Christian Lacroix und Jean Paul Gaultier haben es schon getan – nun durfte sich auch Issey Miyake einer Evian-Flasche designtechnisch vorknöpfen. Das blumige Resultat gibt es als Limited Edition u.a. bei ISSEY MIYAKE, Storchengasse 7, In Gassen 8001 Zürich tel +41 44 211 5323 und Globus delicatessa. Mehr Infos hier.
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Süsses Geschenk
In Geschenke-Tipps am 24. September 2010
Cup-Cakes sind gerade in aller Munde – doch nun bekommen Sie Konkurrenz vom Mini-Guglhupf. Bei «DERGUGL» schickt einem bis zu neun verschiedene Sorten in einer hübschen Schachtel direkt nach Hause: Schokolade, Kaffee-Orange, Schokolade-Cranberry, Traube-Marone, Apfel-Mandel-Nougat, Haselnuss-Sauerkirsche, Marzipan-Feige, Avocado-Pekan und Pistazie-Mohn. Bestell-Infos hier.
Lammrücken zum Herbstanfang
In Rezepte am 23. September 2010Bourbonnais-Lammrücken auf dreierlei Bohnen mit konfierten Tomaten
80 g Keniabohnen | 80 g Cocobohnen | 80 g Favebohnen | 12 Datteltomaten | 400 g Lammrücken | Olivenöl | Butter | Salz | Pfeffer | Thymian | etwas Lammjus | 1 Tl grobkörniger Senf
Die Bohnen waschen und rüsten, blanchieren und anschliessend in Butter glasieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Datteltomaten kurz blanchieren, enthäuten, mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker und Thymian marinieren. Im Ofen bei 70 Grad ohne Dampf konfieren.
Das Lamm am Stück bei 120 Grad im Ofen auf eine Kerntemperatur von 58 Grad bringen. Anschliessend in Butter anbraten. 10 Minuten ruhen lassen. Zum Anrichten tranchieren. Den Bratenjus mit grobkörnigem Senf abschmecken und nappieren.
Für 8 Personen (Happen | Privatparty) oder 4 Personen (normale Mahlzeit).
Rezept: Markus Arnold, Küchenchef im Restaurant Meridiano in Bern.
Das Rezept stammt aus der aktuellen Ausgabe von «ZuGast» – dem Bookazine für Kochen und Geniessen. Ausserdem im Heft: Rezepte mit Süsswasserfisch von Denis Nörenberg und Thomas Fesenmair, Martin Steiners vegetarisches Menü, Privat Party mit Markus Arnold (Meridiano Bern), Reportagen und Produkte, Partyvorbereitung und Dekoration und Weintipps. Mehr dazu auf zugast.tv
«ZuGast» ist an vielen Kiosken und in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Zeitschriften- und Buch-Handel erhältlich. Oder man bestellt «ZuGast» zum Vorzugspreis von CHF 10 (statt CHF 16) oder € 6 (statt € 10) inkl. Versand und MwSt.: info@zugast.tv
Frisch gepresster Espresso
In Geschenke-Tipps, Kitchen-Beauties am 22. September 2010
Um mit dieser formschönen Maschine feinen Espresso zu produzieren, braucht es lediglich gemahlenen Kaffee, heisses Wasser und etwas Muskelkraft – jedoch keinen Strom. Man presst einfach mittels der beiden Hebel das Wasser durch das Pulver. Gesehen bei rrrevolve.ch
Mmmmmmarille!
In Geschenke-Tipps, Good Food am 21. September 2010
Wir sind grosse Fans von österreichischen Marillen-Konfitüren. Unsere neueste Entdeckung: Dieser köstliche Aufstrich, der vom Familienbetrieb Wieser sorgsam hergestellt wird. Die Marillen gedeihen an der Donau in der Wachau. Diese werden dafür nicht gepflückt – sondern man schüttelt sachte die Bäume und kommt so an vollreife Früchte, die von selbst auf den Boden fallen. Diese werden dann am selben Tag zu Konfitüre verarbeitet, mit einem Fruchtanteil von 70 Prozent. Gesehen bei Manufaktum.
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Der Laptop-Grill
In Kitchen-Beauties am 20. September 2010Perfekt, um mal schnell und ohne viel Aufwand auf dem Balkon, im Park oder unterwegs zu grillieren: Der Vidar BBQ vom schwedischen Hersteller Primus wird mit Gaskartuschen betrieben, wiegt gerade mal 4, 5 Kilo und hat eine Grillfläche von 28×35 cm. Der antihaftbeschichtete Rost kann sogar abgenommen werden, um dann auf der Topfauflage zu kochen. Im Fachhandel erhältlich für ca. 80.- EUR.
Kristallklar
In Drinks am 19. September 2010
Schon gewusst? In Deutschland gibt es seit 2009 Bio-Wasser. Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. hat sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, mit ihrem Biomineralwasser-Qualitätssiegel höchste Wassergüte zu fördern, Sicherheit für den Verbraucher zu schaffen und nachhaltig die Umwelt zu schützen. Als erstes Wasser überhaupt wurde BioKristall von der Neumarkter Lammsbräu mit dem Siegel ausgezeichnet. Im Fachhandel erhältlich mit und ohne Kohlensäure als auch als Fruchtversion mit Holunderblüte oder Jahnnisbeere – und zwar nur in Glas-Mehrwegflaschen.
Hausgemachte Chutneys
In Geschenke-Tipps, Good Food am 17. September 2010
«Yvonne’s Chutneys» aus Zumikon bei Zürich wurde ins Leben gerufen, weil qualitativ hochwertige Chutneys nur in sehr beschränktem Masse angeboten werden. «Yvonne’s Chutneys» werden jeweils frisch und nur auf Bestellung mit besten Zutaten ohne Farb- und Konservierungsstoffe hergestellt. Neben zehn Standartsorten (Ananas-Mango, Feigen-Senf, etc.), sind auch noch saisonal weitere Sorten (momentan Apfel-Lauch) im Angebot. Auf Anfrage können auch Degustations-Events im eigenen Wohnzimmer organisiert werden. Alle Infos hier.
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So schmeckt Sylt
In Books, Rezepte am 16. September 2010Trüffelfrikadellen auf Rahmkohlrabi für 4 Portionen
Für die Frikadellen
100 g altbackene Brötchen
125 ml Milch
40 g Butter
100 g feine Zwiebelwürfel
¼ Bund glatte Petersilie, gehackt
1 kleine schwarze Trüffel (ca. 20 g)
250 g gehacktes Kalbfleisch
150 g gehacktes Schweinefleisch
100 g gehacktes Rindfleisch (vom US-Beef)
1 ½ EL mittelscharfer Senf
2 Eier
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
3 EL neutrales Pflanzenöl
30 g Butter
Die Brötchen in kleine Würfel schneiden und in der lauwarmen Milch einweichen. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebelwürfel darin goldbraun braten. Die Pfanne dann vom Herd nehmen und die Zwiebelwürfel etwas abkühlen lassen. Dann die gehackte Petersilie und die in feine Würfel geschnittene Trüffel unter die Zwiebelwürfel mengen. Die drei Hackfleischsorten in eine Schüssel geben und mit den eingeweichten Brötchen, der Zwiebel-Petersilien-Mischung, den Eiern und dem Senf gründlich vermengen. Das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann nochmals durchkneten. Aus dem Hackfleisch mit nassen Händen Frikadellen formen. Das Öl und die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Frikadellen darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten gar braten.
Für den Rahmkohlrabi
4 Knollen Kohlrabi (mit zartem Grün)
300 ml Sahne
200 ml Fleischbrühe
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
frisch gemahlene Muskatnuss
½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
Das feine Grün der Kohlrabiknollen abzupfen, fein hacken und beiseitestellen. Die Kohlrabiknollen schälen und in feine Stifte schneiden. Die Kohlrabistifte in kochendem Salzwasser bissfest blanchieren. Die Sahne mit der Fleischbrühe in einen Topf geben, aufkochen und die Flüssigkeit um die Hälfte reduzieren. Die Mischung dann mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die blanchierten Kohlrabistifte in die Sahnesauce geben und die Sauce erneut aufkochen, dann die gehackte Petersilie hinzufügen.
Anrichten
Den Rahmkohlrabi auf 4 Teller verteilen und die Frikadellen daraufsetzen. Alles mit dem gehackten Kohlrabigrün bestreuen.
Dieses Rezept stammt aus: «Das grosse Sansibar Buch» von Inga Griese, Herbert Seckler und Marc Rehbeck (erschienen bei Collection Rolf Heyne). Dass er einmal ausgerechnet von einer Feinschmeckerbibel zum »Restaurateur des Jahres« gekürt werden könnte, hätte sich Sansibar-Wirt Herbert Seckler nicht träumen lassen, als er vor 30 Jahren aus einem alten Strandkiosk in den Rantumer Dünen eine Art »maritime Skihütte« machte.
»Bloss kein Gourmettempel« war seine Maxime. Und sie ist es bis heute, auch wenn der Fisch im »Sansibar« frischer ist und besser schmeckt als in vielen Sternerestaurants, und der Weinkeller so manchen Sommelier vor Neid erblassen lässt. Einen Ort, an dem sich alle wohlfühlen, wollte Herbert Seckler schaffen. Das ist ihm zweifelsohne gelungen. Egal, ob Flip Flop oder High Heel: In seinem Sansibar sind alle gleich, und alle werden gleich freundlich und aufmerksam behandelt.
Das GROSSE SANSIBAR BUCH erzählt die ganze spannende Geschichte Herbert Secklers und des »SANSIBAR«. Prominente Freunde und Stammgäste wie Gunter Sachs, Günter Netzer, Udo Lindenberg, Wolfgang Joop und Angelika Jahr steuern dazu in Wort und Bild ihre ganz persönliche »Liebeserklärung« an die berühmteste Strandbar der Welt bei.
Die schnelle Nummer*
In Shopping am 15. September 2010Eine Alternative zur gemeinen Tütensuppe mit Geschmacksverstärkern. Alle Zutaten der coop naturaplan Tomatensuppe mit Basilikum sind nach strengen Bio-Suisse-Richtlinien angebaut und verarbeitet. Ebenfalls im Sortiment – und nicht minder schmackhaft: eine Karottensuppe, die man am besten mit etwas Korianderblättchen verfeinert.
*Selber machen und kochen geht immer vor – aber manchmal fehlt einfach die Zeit dafür. Für diesen Fall stellen wir in dieser neuen Rubrik regelmässig Produkte vor: Wenn es mal schnell gehen muss – aber man in punkto Qualität trotzdem keine Kompromisse eingehen will.
Oliven-Ölwechsel
In Good Food, Shopping am 14. September 2010
Die Deli Garage aus Hamburg sorgt ür Abwechslung in punkto Olivenöl. Für dieses 3er-Set presst ein kleiner Familienbetrieb in Katalonien bei der Produktion neben Arbequina-Oliven auch ganze Zitronen, knackige Peperoni und frischer Rosmarin direkt mit. So gehen die wertvollen ätherischen Frucht- und Kräuteröle nicht verloren und es müssen keine künstlichen Aromen zugesetzt werden. Das Resultat: ein aromatisiertes Olivenöl von höchster Qualität. Den Ölwechsel gibt es für 29.80 Euro im Onlineshop der Deli Garage.
Unterschätzte Köstlichkeit
In Shopping am 13. September 2010«Sind das Muffins?», fragte kürzlich eine Touristin ihren Sohn beim Anblick von Truffe-Brioches im Schaufenster von Sprüngli am Paradeplatz in Zürich. Man kann für die beiden nur hoffen, dass die Neugier so gross war, dass sie sich anschliessend im Laden welche gekauft haben. Zugegeben, zunächst wirkt ein Truffe-Brioche etwas klobig – doch man sollte sich nicht mit Äusserlichkeiten aufhalten. Nach dem ersten Biss ist so gut wie jeder dieser Köstlichkeit verfallen. Denn im Inneren des lockerenTeiges, der fein nach Butter schmeckt, schlummert himmlische Truffe-Crème. Nein, das ist wahrlich kein Muffin – da liegen etliche (Genuss-)Welten dazwischen. Kaufinfos hier.
Der Sommer im Glas
In Good Food, Shopping am 12. September 2010
Erlesenes mediterranes Gemüse konserviert von Delishop, einem Food-Label, das seine Wurzeln in Barcelona und New York hat. Diese Auberginen mit Kapern, Oliven, Knoblauch und Basilikum verlängern den Sommer jedes Mal, wenn man sie geniesst. Ebenfalls ein Genuss, wenn auch eher für die Augen, ist das Strichcode-Design der Delishop-Etiketten. Gesehen bei colette Paris.
Make a splash
In Shopping am 11. September 2010
Und wieder ein Tipp für schöneres Einkaufen: Das Label Lala Berlin hat schon seit einiger Zeit Baumwoll-Bags mit feschen Prints im Programm. Nun gibt es ein neues Design mit dem Namen Splash – Jackson Pollock lässt schön grüssen. Erhältlich in der Farbe Neon Pink für 19.- Euro. Bestellung über den Lala Berlin Onlineshop.
Noch eine Tasche von Lala Berlin – hier.
Saisongerechter Jogurt
In Good Food, Shopping am 10. September 2010Eine gute Idee: «coop naturaplan» hat jeweils der Jahreszeit entsprechende Monats-Jogurts im Sortiment. Im September gibt es die köstliche und erfrischende Sorte «Sauerkische-Kirsche». Das Produkt enthält keine künstlichen Aromen und alle landwirtschaftlichen Zutaten stammen aus biologischem Anbau. 4x150g kosten CHF 3.95.
Zwei Duden für Gourmets
In Books, Geschenke-Tipps am 9. September 2010Die Dudenredaktion hat die Sprache rund um Wein- und Kochkultur einmal näher beleuchtet. Dabei herausgekommen sind die beiden neuen Dudenbände Wörterbuch Wein – Von Abgang bis Zweitwein und Wörterbuch Kochkunst – Von Amuse-Bouche bis Zierschnee. Beide sind prima Geschenke – zum Beispiel für die nächste Essenseinladung. Jetzt im Buchhandel erhältlich.
«Espresso 2.0»
In Drinks am 9. September 2010
Nachhaltiger biodynamischer und handwerklicher Anbau der Kleinbauern und Kooperativen kennzeichnen den Regenwaldkaffee. Diese zertifizierten Spezialitätenkaffees wachsen in Höhen ab 1’ 500 m, was zu langsamem Pflanzenwachstum und so zu einer intensiven Aromenausbildung führt. Durch das Pflücken mit der Hand, dem so genannten Picking, wird selektiv gearbeitet. Die unreifen Kaffeekirschen bleiben am Strauch, die schlechten werden aussortiert, und nur die roten, reifen Früchte werden aufwändig weiter verarbeitet, um an die kostbaren Bohnen zu kommen. Nach Ernte und Aufbereitung entscheidet das Röstverfahren darüber, ob das einzigartige Geschmackspotential des Kaffees voll ausgeschöpft wird. Unser Favorit: «Espresso 2.0» – eine dunkler geröstete kräftigere Mischung. Dieser würzig-exotische und zart-nussige Espresso zeichnet sich durch einen vollen Körper aus, was ihn zu einer idealen Basis für Milchmixgetränke wie Cappuccino und Latte Macchiato macht. Erhältlich u.a. bei Braschler’s Comestibles (Im Viadukt Markthalle, Zürich) oder im deutschen Online-Shop.
Neue Schweizer Table-Beauties
In Table-Beauties am 8. September 2010Bushman’s Revenge Chilisauce
In Good Food am 7. September 2010 
Eva weint. Eva ist aber nicht etwa traurig. Im Gegenteil. Eva ist sehr glücklich. Sie wird nämlich gerade von mir bekocht. Und das ist prinzipiell schon mal ein Riesenglück für jede Eva. Nein, sie weint ob der Schärfe der Chilisauce, die ich ihr gerade serviere. «Bushmen’ s Revenge» steht vielsagend auf dem harmlos daherkommenden Fläschchen. Ich bin weder ein Mann aus dem Busch, noch schmiede ich Rachepläne gegen Eva. Rasch stopfe ich ihr etwas Joghurt ins brennende Mündchen. Das lindert. Und ist das einzige, was gegen Chilischärfe wirklich hilft.
Geschmackliche Schärfe, egal ob von Chilis, Pfeffer, Knoblauch oder Ingwer, brennt die Langeweile aus vielen Speisen, malträtiert unsere Empfindsamkeit bis zur Schmerzgrenze, verschlägt uns die Sprache. Sie erzeugt Schweissausbrüche und lässt uns nach Wasser schreien. Obwohl, wie wir alle schon erfahren haben, Wasser als Löschmittel nichts taugt. Trotz den Schmerzen, die allzu viel Chili erzeugen kann, greifen wir immer wieder danach. Insgeheim suchen wir den wiederholten Schärfekick, kulinarische Endorphinschübe sozusagen. So auch (die scharfe) Eva. «Scharf macht mich glücklich und lustvoll, mich nennen sie auch Million-Scoville-Woman!» Scoville? Gemeint ist die vom Apotheker Wilbur L. Scoville vor 100 Jahren entwickelte Methode zur Bestimmung der Schärfe von Paprikapflanzen. Der Wert ist abhängig vom Anteil des in Chilis enthaltenen Capsaicin. Dieses Alkaloid mogelt unserem Gehirn Hitze vor, das reagiert mit Verbrennungsreizen. Was sich medizinisch-trocken anhört, kann die reinste Folter bedeuten. Peperoni kommen über den Wert 10 nicht hinaus, reines Capsaicin auf über 17 000 000 Scoville. Da werden Milligramm davon zum Killerinstrument. Tabasco mit ca. 5000 Scoville heizt uns schon tüchtig ein, indische Tezpur-Chilis sowie einige Habanero-Sorten aus Zentralamerika erreichen bis 1 Million auf der Schärfe-Schmerz-Lust Skala und beschäftigen unseren Metabolismus noch Tage danach. Wenn er diese Attacken überhaupt überlebt.
Zurück zur Buschmann-Rache: Vor einigen Jahren durchquere ich die unirdisch schöne Landschaft der Klein Karoo, eine Art Steppe nordöstlich von Kapstadt. Ich bin auf der Suche nach speziellen Honigsorten. Lokale Farmer, die eine besondere Chili-Sorte anpflanzen, verweisen mich an eine kleine Firma, die ihnen die extrem scharfen Dinger abnimmt und eine Sauce daraus braut. Wie ich bei meinem Besuch dort die kleinen Fässer sehe, worin die Chilis in einem wahrhaften Höllensud 2 Jahre vor sich hin reifen, ist schnell klar, warum die Mitarbeiter und Besucher dort nur mit Atemschutzmasken nahe an die Holzfässchen herangeführt werden. Das beissende Aroma brennt durch die Maske hindurch jegliche anderen Gerüche aus dem Weg.
Die Red Savina Chilis für die Rache-Sauce erreichen auf der Scoville Skala immerhin 577 000 und auf meine vorsichtige Frage nach dem Schärfe-Level gibt es eine erstaunliche Antwort: 15 bei einer Skala von 1 bis 10! Gut für Eva, denke ich …
Der Autor: Richard Kägi, Foodscout und Einkäufer der ***delicatessa im Globus,
reist seit 16 Jahren um die Welt, auf der Suche nach Spezialitäten,
Rezepten und den interessanten Menschen, die dahinter stehen.
Auch von diesem Autor: «Schwarzer Knoblauch – Genuss ohne Reue» und «Sonne im Glas»
Schubladen-Denken
In Kitchen-Beauties am 6. September 2010Mag er noch so schön sein – wenn er nicht gebraucht wird, steht der Toaster in den meisten Küchen einfach im Weg. Nicht so das Modell ET 10 vom bayerischen Hersteller Ritter (gegründet 1905 und produziert immer noch in Deutschland). Dieses kann man nämlich einfach mal so in der Schublade verschwinden lassen. Mit einer Höhe von 75 mm kann der Einbautoaster in jede Normschublade ab 30 cm Korpusbreite montiert werden. Er wird mit einem Handgriff aufgeklappt und steht funktionsbereit im geöffneten Schubfach. Ritter hat auch Schneidegeräte und Küchenwagen im Sortiment, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. Mehr Infos hier.















